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Kennenlernspiel

01.10.2025

„Welche Ereignisse in deinem Leben haben dich verändert?“ darüber denkt Pfarrerin Junge in der Herbst-Andacht nach.

„Welche Ereignisse in deinem Leben haben dich verändert?“
Hm. Das ist eine große Frage und am liebsten würde ich die kleine gelbe Karte aus dem Kennenlernspiel wieder in den Stapel zurückschieben. Sollen doch die anderen sie beantworten.
Aber die anderen gucken mich an und ich kann mich nicht vor einer Antwort drücken.
Ich überlege.
„Welche Ereignisse in meinem Leben haben mich verändert?“
Die Geburt der Kinder fällt mir zuerst ein. Umzüge und Neuanfänge an fremden Orten. Begegnungen. Abschiede. Ich erzähle Beispiele. Zustimmung in der Runde.
Mir fällt auf, dass es die Veränderungen in meinem Leben brauchte, um mich zu entwickeln; um die zu werden, die Gott in mir erkennt.
„Wer bist du?“ wird Gott im Alten Testament gefragt von einem Menschen, der vor großen Veränderungen steht. Ob Gott sich auch gern um diese Frage gedrückt hätte, so wie ich? Gott antwortet (Exodus 3,14): „Ich bin, der ich bin.“ Gestern, heute, morgen bin ich da. Darauf kannst du dich verlassen. Auch wenn sich alles um dich herum verändert: Ich bleibe beständig an deiner Seite. Ich kenne dich.“

Immer noch halte ich die Fragekarte in der Hand, obwohl ich schon nicht mehr dran bin. Ich muss schmunzeln, selbst meine Antwort von eben verändert sich, je länger ich darüber nachdenke. Es stimmt: Nichts ist beständiger als der Wandel.
Trotzdem gibt es in allen Veränderungen auch etwas, was für mich Bestand hat: Gott war, ist und bleibt bei uns.
Ich finde, das ist ein guter Grund für mein Leben und für Kennenlernspiele. Deshalb schiebe ich die Karte doch unbemerkt zurück in den Stapel – aber ganz unten hin.

Einen gesegneten Herbst wünscht Ihnen
Pfarrerin Franziska Junge